Predictive Maintenance

03.02.2022 14:22:07 | Use Cases Predictive Maintenance

Mit Senseforce und IIoT-basierter vorausschauender Instandhaltung Störungen erkennen, bevor der Fehlerfall eintritt.

Die Digitalisierung von Fertigungsprozessen hat die Vernetzung der damit verbundenen Maschinen, Produktionsanlagen und Werkzeuge zur Folge. Das wirkt sich auch auf die Instandhaltung aus. Während in vielen Bereichen die präventive, also die vorbeugende Instandhaltung bis heute dominiert, verbreiten sich durch günstiger werdende Technologien zunehmend auch vorausschauende - sogenannte Predictive Maintenance-Konzepte. Maschinenbauer, die ihren Kunden auf Basis der neuen Wartungsansätze einen Mehrwert bieten möchten, müssen dafür jedoch auf datenbasierte Geschäftsmodelle umsteigen. Unsere Kunden nutzen die SF Plattform, um die Daten von vernetzten Maschinen und Anlagen zu erfassen und zu analysieren.

Das industrielle Internet of Things (IIoT) stellt aktuell zahlreiche Branchen und Industriebereiche auf den Kopf. Im Maschinenbau erzeugt die Vernetzung von Maschinen und Anlagen Daten mit großem Potenzial, die Industrieunternehmen nutzen können, um beispielsweise ihre Maschinenentwicklung zu optimieren. Durch die Vernetzung lässt sich die lokale Maschinen-Wartung um eine zentralisierte Datenanalyse erweitern, woraus sich unter anderem der voraussichtliche Ausfall-Zeitpunkt eines Bauteils, etwa einer Dichtung oder eines Lagers, ableiten ließe. Über einen Vergleich, der während des Betriebes erfassten Maschinen- und Anlagendaten mit weiteren Daten, etwa idealisierten Modellen, deckt die Software Fehler und Störungen bereits bei der Entstehung auf. Oft lange, bevor der Störfall tatsächlich eintritt. Eine derartige datenbasierte „Hellsichtigkeit“ senkt nicht nur die Wartungskosten, sie reduziert auch die Ausfallquote der Maschinen.

Vorwegnahme und Herauszögern von Wartungsereignissen

Senseforce ermöglicht ein kontinuierliches 24/7-Monitoring von Maschinen und Anlagen in Echtzeit. Intelligente, in Fertigungsmaschinen integrierte Sensoren sammeln dabei die während der Produktion anfallenden Daten und senden sie an unsere cloudbasierte IIoT-Plattform. Diese bereitet sie auf und ermöglicht so geschulten Anwendern aus den erfassten Geräuschen, Drehzahlen oder Temperaturen Rückschlüsse auf in der Anlage vorhandene Fehler zu ziehen.Gerade für die Wartung sind die Modelle of einfacher als man denkt. Meist reicht tatsächlich schon die Temperatur als Ausschlaggebender Parameter. Im Servicefall können Techniker mithilfe der gesammelten Anlagendaten zielgerichtet an der Fehlerbeseitigung arbeiten. Über ein mit historischen Daten angereichertes Maschinenmodell lassen sich Wartungsereignisse vorwegnehmen und unter automatischer Veränderung von Prozessparametern sogar bis zu einem optimalen Zeitpunkt verzögen. Die Folge sind reduzierte Wartungszyklen- und -Zeiten. 

Automatische Alarme bei Überschreiten des Grenzwerts

Über das Internet lassen sich unterschiedlichste Anlagen und Maschinen, angefangen von Produktionsanlagen, Windrädern oder Flugzeugturbinen, bis hin zu Druckmaschinen, Kraftfahrzeugen oder Kränen mittels Predictive Maintenance weltweit vorausschauend überwachen und warten. Die Kommunikation startet normalerweise in den vernetzten Anlagen, wo Sensoren, Messstationen oder Sonden Zustände wie Temperatur, Schwingungen, Auslastung oder Verschleiß erfassen und übermitteln. Für die Auswertung legen Produkt- und Serviceexperten bestimmte Grenzwerte fest, die weder unter- noch überschritten werden dürfen. Ist das doch der Fall, löst das System automatisch einen Alarm aus und sendet eine Benachrichtigung, oft per E-Mail oder SMS. Bei einem Kranhersteller werden zum Beispiel Grenzwerte für die Windstärke definiert. Versucht der Kranführer ab einer kritischen Windstärke oberhalb des Grenzwertes trotzdem noch ein Schiff zu beladen, löst dies einen Alarm aus, der automatisch den verantwortlichen Kranbetreiber erreicht. Dadurch können auch Granatieansprüche besser bewertet werden. Auch hier befindet sich großes Einsparungspotential.

Lebensdauerbestimmung durch akustische Muster

Eine bei Predictive Maintenance häufig verwendete Analysemethode ist die sogenannte akustische Mustererkennung. Dabei lässt sich aufgrund von Änderungen innerhalb eines akustischen Musters die Lebensdauer eines bestimmten Bauteils oder einer Komponente, etwa eines Ventils, bestimmen. Mittels künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning werden komplexen Messwerten Bedeutungen zugeordnet, auf deren Basis Data Scientists Einschätzungen abgegeben können. So lässt sich beispielsweise aus den Vibrationen eines Tisches in einer CNC-Maschine das aktuelle Verschleißstadium des Bohrers herauslesen. Ist er neuwertig, bereits abgenutzt oder schon verschlissen? Auch präzisere Vorhersagen sind möglich wie: „Der Bohrer hat 15 Prozent seiner Lebenszeit erreicht.“

Eine leistungsfähige Produktion ist auf die Funktionalität ihrer Anlagen und technischen Systeme angewiesen. Als ideal gilt eine technische Verfügbarkeit von mindestens 95 Prozent der möglichen Betriebszeit. Im Rahmen vorausschauender Instandhaltungsmaßnahmen lässt sich in die Maschine eine automatische Erkennung häufig auftretender Fehler implementieren. So etwa die Identifikation von Geberfehlern bei Sensoren oder Abweichungen in der Maschinen-Kalibrierung. Durch den datengestützten, kontinuierlichen und stets aktuellen Einblick in die verwendete Anlage lassen sich Verbesserungspotenziale, zum Beispiel über den Vergleich mit einem digitalen Modell, frühzeitig erkennen und umsetzen und die Verfügbarkeit der Maschine steigern.

Senseforce läßt sich einfach in unterschiedlichste IT-Systeme integrieren

Um die Produktionsprozesse zu digitalisieren und angemessen zu verwalten, verhilft Senseforce den Anwendern zu einem direkten, unkomplizierten Zugang zu den Betriebs- und Zustandsdaten der Anlage oder Maschine. Damit das funktioniert, lässt sich Senseforce nahtlos in die IT-Systeme unterschiedlichster Hersteller integrieren. Wir stellen eine REST API zur Verfügung, über die unsere Kunden Zugang zu den Maschinendaten, Query Ergebnissen aber auch zu anderen Funktionalitäten wie Versioning oder Automations haben.

Das Thema Skalierung ist ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der richtigen Technologie, denn je erfolgreicher eine IIoT-Anwendungen ist, desto größere Datenmengen fallen im Laufe der Zeit zur Verarbeitung an. Plattformen, die auf das Management immer größerer Datenmengen nicht eingerichtet sind, werden schnell an ihre Grenzen stoßen.  Bei Senseforce skalieren alle Services – vom Messaging-, über den Datenbank- bis hin zum API-Service - mehrfach parallel ausführen lassen, damit eine nahtlose Aufstockung (oder Reduktion) von Ressourcen möglich ist.

Ohne Daten wäre IIoT nicht möglich. Ohne geschulte Mitarbeiter, die sich mit der Handhabung und Analyse von Daten auskennen, aber auch nicht. Fachpersonal wie Datenanalysten oder Data Scientists sind heutzutage in mittelständischen Unternehmen viel zu selten anzutreffen, beziehungsweise oft gar nicht vorhanden. Ohne Mitarbeiter mit qualifizierter Datenexpertise wird es jedoch für Unternehmen schwer werden, auf Basis ihrer IIoT-Plattform eine Wertschöpfung zu erzielen.

Low-Code-Plattform als Gamechanger

Aus diesem Grund bietet Senseforce die Plattform auf Basis von Low Code an. Anstatt klassische textbasierte Programmiersprachen zu verwenden, unterstützt unsere  Low-Code-Plattform die Entwicklung von Prozessen mit visuellen Benutzeroberflächen und anderen grafischen Modellierungsverfahren. Dadurch wird es für unsere Kunden, die zwar über eine große Maschinen-Expertise, aber nur über geringe IT-Ressourcen verfügen, möglich, ihre Anwendungen und Apps selbst zu konfigurieren und die Zustandsdaten ihrer Maschinen und Anlagen ohne professionelles Programmierwissen eigenständig auszuwerten. Predictive Maintenance auf Basis von Low Code sich hier für unsere Kunden im Maschinenbau als ein echter Gamechanger